Wahlprogramm
Einführung
Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich unsere Stadt so gut entwickelt hat, wie sie sich heute darstellt. Das Wohl aller Ronnenbergerinnen und Ronnenberger stand und steht bei unseren Entscheidungen im Vordergrund. Unser Ziel ist sozial gerechtes Miteinander. Das bedeutet, dass benachteiligte Personengruppen auch besonders unterstützt werden müssen. Die SPD will mit dem vorliegenden Programm die geplanten Handlungsschritte für die nächsten Jahre darstellen und für die Wählerinnen und Wähler transparent machen.
Mit guter Bildung sicher in die Zukunft
Wir haben in den vorangegangenen Jahren Krippen und Kindertageseinrichtungen dem Bedarf entsprechend ausgebaut und die Betreuungszeiten ausgeweitet. Die bedarfsgerechten und vielfältigen Kindertagesstätten bieten wir im Wesentlichen in eigener, städtischer Trägerschaft an. Dies ermöglicht u.a. zentrale Anmeldungen, umfassende Beratungen, Fortbildungen der Mitarbeitenden sowie gute Kooperationen mit Schulen und anderen Einrichtungen. Das von uns beschlossene Ronnenberger Modell mit drei Fachkräften pro Gruppe stellt einen wichtigen Meilenstein für eine gute Betreuungsqualität und gute Arbeitsbedingungen dar. Auch weiterhin wollen wir ausreichend Kinderbetreuungsplätze in hoher Qualität vorhalten. Wir setzen uns außerdem für die Einrichtung eines Waldkindergartens ein. Ronnenberg soll eine kinderfreundliche Kommune im Rahmen der Mehrgenerationenstadt sein und bleiben. Die Marie-Curie-Schule ist auf unsere Initiative hin als modernes Schulzentrum für die Jahrgänge 5 bis 13 am zentralen Standort Empelde ausgebaut worden. Sie bietet nicht zuletzt als Ganztagsschule gute Lernbedingungen. Die SPD war immer schon für die Einführung von Ganztagsgrundschulen. Die neue Grundschule Auf dem Hagen in Empelde wurde von Anfang an so konzipiert, dass alle Voraussetzungen für einen Ganztagsbetrieb gegeben sind. Damit auch in den übrigen Grundschulen im Stadtgebiet alle Kinder möglichst bald ganztags beschult werden können, begleiten wir die Planungen für die nötigen Neu- und Umbauten zur Ertüchtigung intensiv. Darüber hinaus haben wir mit dem Einsatz von Schulsozialarbeitern an den Schulen im gesamten Stadtgebiet für eine gute Betreuung der Schülerinnen und Schüler auch bei außerschulischen Problemen gesorgt. Die Einrichtung von Bildungsmöglichkeiten ohne Ausgrenzung für Menschen mit Behinderungen oder Lerneinschränkungen in Kindertageseinrichtungen und Schulen (Inklusion und Integration) steht bei allen Handlungen in diesem Gebiet im Vordergrund. Dies soll auch erreicht werden durch:
- die Förderung von Vereinen, die Schulkinder beim Lernen unterstützen,
- Kitas in städtischer Trägerschaft
- die weitere Beteiligung durch die Stadt Ronnenberg an der Volkshochschule Calenberger Land.
Demokratiebildung
Wir betonen die Wichtigkeit der Aufklärung über Rechtsextremismus und setzen uns hierfür ein. Wir sehen es als unsere und als Verpflichtung der Stadt an, die in Ronnenberg durchgeführte Erinnerungskultur weiter zu unterstützen und zu fördern.
Jugendliche fördern und Familien unterstützen
Die SPD unterstützt den Wunsch der Jugendlichen nach einem ausreichend großen und zeitgemäß ausgestatteten Jugendzentrum mit Angeboten für alle Altersklassen. Die Umsetzung des Jugendkonzeptes der Stadt Ronnenberg werden wir in enger Abstimmung mit der Jugendpflege fortlaufend begleiten. Um Kinder und Jugendliche in allen Stadtteilen zu erreichen, wurde ein aufsuchendes Angebot zur Freizeitgestaltung geschaffen (Jugendmobil). Hierdurch wird die Kontaktaufnahme erleichtert und soziale Probleme können erkannt und aufgegriffen werden. Dies soll fortgeführt und ausgebaut werden. Ebenfalls auf Initiative der SPD entsteht in Weetzen gerade ein Jugendplatz mit Rollsportgelände und Skateranlage, vor allem für die südlichen Stadtteile. Die Ferienpassaktionen der Jugendpflege, die Schüleraustausche und die Organisation von Jugendcamps mit den Ronnenberger Partnerstädten sollen möglichst im Zusammenwirken mit den Schulen intensiviert werden. Die SPD begrüßt die Einrichtung der Jugendhilfestation der Region Hannover im Stadtteil Empelde. Darüber hinaus sollen auch die städtischen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche Anlaufstellen für Familien sein und die Nutzer beratend in pädagogischen Fragen unterstützen können. Die SPD unterstützt im Rahmen der Möglichkeiten die Arbeit des Jugendparlaments.
Gleichstellung von Mann und Frau aktiv verwirklichen
Das städtische Frauenzentrum mit seinem Angebot an Hilfen, Beratungen und Begegnungen ist einmalig in Niedersachsen für eine Stadt der Größe Ronnenbergs und wird von den Bürgerinnen rege genutzt. Es wird auch in Zukunft die Unterstützung durch die SPD-Ratsfraktion haben. Ebenso setzen wir uns für den Erhalt des Frauen-Nacht-Taxis ein.
Ältere Generation in den Fokus nehmen
Im Zuge der sich ändernden Altersstruktur der Bevölkerung (demografischer Wandel) haben wir die Belange älterer Menschen besonders im Auge. Wir setzen uns dafür ein, dass Ronnenbergerinnen und Ronnenberger im Alter barrierefreien Wohnraum in ihrem gewohnten Umfeld finden können. Um dies zu erreichen, unterstützen wir Bauprojekte, die geeignete Wohnangebote schaffen wollen, möglichst in allen Stadtteilen. Die SPD unterstützt im Rahmen der Möglichkeiten die Arbeit des Seniorenbeirats. Die regelmäßigen städtischen Veranstaltungen für die ältere Generation, teils ehrenamtlich organisiert, verdienen auch weiterhin Unterstützung.
Konkrete Hilfe in schwierigen Situationen
Menschen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden, benötigen unsere besondere Aufmerksamkeit und Unterstützung. Aus diesem Grund soll unter anderem die städtische Beratung für Menschen mit Behinderungen oder in schwierigen Lebenssituationen erhalten bleiben. Hierdurch wird die Stadt auch in Zukunft ihre soziale Verantwortung für Menschen mit Unterstützungsbedarf wahrnehmen.
Freizeiteinrichtungen erhalten und sportliche Aktivität fördern
Die Sportanlagen in Ronnenberg befinden sich fast vollständig in städtischer Trägerschaft. Sie stehen sowohl für die Schulen im Stadtgebiet als auch nach Schulschluss den Vereinen zur Verfügung. Der Sportpark Empelde wird derzeit umfassend neugestaltet, er wird vielfältige Freizeitmöglichkeiten für alle Generationen bieten. In diesem Zuge soll auch ein sinnvoller Neubau für das abgebrannte Sporthaus voran gebracht werden. Durch den Ersatz der Leuchtkörper der Flutlichtanlagen auf den Sportplätzen haben sich Energiebedarf und Verbrauchskosten nachhaltig vermindert, was nicht zuletzt auch der Allgemeinheit zugutekommt. Wir unterstützen auch weiterhin sinnvolle Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Als Partner weiß die Stadt dabei die Sportvereine an ihrer Seite, die selbst mit ihren Sportangeboten für alle Generationen eine wichtige soziale Rolle übernommen haben. Wir haben und werden das städtische Freibad in Empelde – auch wenn es nicht kostendeckend zu betreiben ist – als Einrichtung für Freizeit, Sport und Begegnung erhalten und die Attraktivität weiter steigern; es erfüllt eine unverzichtbare soziale Funktion. Im Hinblick auf die Aktivitäten örtlicher Vereine und Organisationen wollen wir die Gemeinschaftshäuser weiter erhalten und dabei eigenverantwortliche Formen der Kooperation mit den Hauptnutzern der Einrichtungen erproben und fortführen. Wir begrüßen die Planungen für ein Stadthaus in Empelde. Zudem befürworten wir die Initiativen in Benthe und Ihme-Roloven, die sich die Errichtung bzw. die Sanierung von Gemeinschaftshäusern zum Ziel gesetzt haben. Im Rahmen des von der SPD mitinitiierten Spielplatzkonzeptes wurden etliche Kinderspielplätze im Stadtgebiet erneuert und verbessert. Diese Maßnahmen möchten wir fortsetzen. Darüber hinaus setzen wir uns für den Erhalt von Bolzplätzen ein.
Kultur verbindet Menschen
Kulturangebote vor Ort wollen wir unter anderem durch die preiswerte Überlassung von Aulen in den Schulen fördern sowie die Unterstützung bei der Organisation und Bewerbung von Veranstaltungen fortsetzen, zum Beispiel durch regelmäßige, auch digitale Hinweise für Veranstaltungsreihen von Orchestern, Schulen und Vereinen. Die örtlichen Veranstaltungen und Feste zur Pflege der Gemeinschaft und des Zusammenlebens müssen fortgeführt werden. Die Förderung der Calenberger Musikschule und kulturell tätiger Vereine – wie beispielsweise der Museumsvereine, des Städtepartnerschaftsvereins, des Kunstraums Benther Berg, zur Erinnerungskultur, usw. – wollen wir fortsetzen. Die Museen der Stadt wollen wir auch durch ein ausreichendes Raumangebot unterstützen (z.B. durch die Schaffung von Lagerräumen).
Auto-, Rad, Fuß- und öffentlicher Personennahverkehr
Wir wollen weitere Verbesserungen zur Sicherung von Schulwegen und zum Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer durch die Einrichtung von Fußgängerüberwegen und den Bau von Querungshilfen schaffen. Bei der Planung von Kita- und Schulneubauten werden wir den Verkehr von Elterntaxis mitdenken, durch Kiss & Ride-Zonen lenken und so Konflikte minimieren.. Die SPD setzt sich für eine Fortführung des Gehwegsanierungsprogramms unter Beachtung der teilweise zu engen Bürgersteige ein. Wo immer möglich sollen die durch den demografischen Wandel geänderten Anforderungen beachtet werden (z.B. die Eignung für Rollatoren). Wir unterstützen die Aufstellung weiterer Ruhebänke im gesamten Stadtgebiet. Ebenso setzen wir uns für den Erhalt und die weitere Aufstellung von sog. Hundekotbeutelspendern ein. Die Erreichbarkeit von Gewerbegebieten wollen wir durch Beschilderungen und Verkehrslenkung so ausgestalten, dass LKW- Verkehr in Wohnbereichen vermieden und Durchgangsverkehr verhindert wird. Ein Beispiel dafür ist die direkte Anbindung des neuen Gewerbegebietes Ronnenberg Nordost an die B217. Für die städtisch geprägten Ortsteile können wir uns die Einführung eines Parkflächenmanagements vorstellen. Wir begrüßen die in Absprache mit der Region Hannover vorgenommenen Verbesserungen im ÖPNV-Angebot im gesamten Stadtgebiet. Für weitere bedarfsgerechte Anpassungen – wie die Einbeziehung von Vörie und Linderte sowie Ihme-Roloven in das Programm Sprinti sowie eine verbesserte Verbindung der Ortsteile untereinander - werden wir uns einsetzen. Wir unterstützen die weitere Errichtung von Car-Sharing Standorten im Stadtgebiet. Die SPD möchte den Fahrradverkehr im Mix der Verkehrsarten weiter stärken und begrüßt das hierzu entwickelte Alltags-Radwegekonzept. Für besonders wünschenswert halten wir die beschlossene Fortführung der Velo-Routen von Hannover aus nach Ronnenberg und darüber hinaus. Wir möchten das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung an als problematisch empfundenen Orten erhöhen. Dies wollen wir möglichst im Zusammenwirken mit Anliegern erreichen, wo notwendig aber auch durch städtische oder polizeiliche Überwachung. Der neu geschaffene Kommunale Ordnungsdienst soll hier unterstützen und u.a. auch die Sauberkeit im Stadtbild und auf Grünflächen verbessern helfen Wir setzen uns für die Ausweisung weiterer Straßen im Stadtgebiet als Tempo 30–Zonen ein. Zukünftige Neubaugebiete sollen von vornherein komplett als verkehrsberuhigte Zonen entstehen.
Freiwillige Feuerwehren unterstützen
Die gedeihliche und erfolgreiche Zusammenarbeit der Stadt mit den freiwilligen Feuerwehren und deren Funktionsträgern und -trägerinnen ist fortzusetzen. Die derzeit erfreuliche Entwicklung beim Feuerwehrnachwuchs bekräftigt deren wichtige soziale Funktion und wird von uns weiter unterstützt werden. Die hohe Einsatz- und Leistungsbereitschaft unserer Feuerwehren verdienen Dank und Respekt. Wir finden es wichtig, in allen sieben Stadtteilen eine Ortsfeuerwehr zu haben.
Wohnen für alle, miteinander und sozial gerecht
Die KSG Hannover GmbH, an der die Stadt Ronnenberg beteiligt ist, modernisiert bereits seit Jahren ihren Wohnungsbestand. Auf Initiative der SPD ist ein Quartierstreff im Stadtteil Empelde entstanden. Damit ist eine Beratungs- und Begegnungsstelle geschaffen worden, die mit städtischen Mitteln und Angeboten ergänzt und als Nachbarschaftstreff rege genutzt wird. Diese Arbeit wollen wir weiterhin fördern. Die bereits auf den Weg gebrachten bedeutenden Wohnbauprojekte (z. B. Empelde-Mitte) werden wir eng begleiten. Daneben wollen wir in den nächsten Jahren weiterhin dafür Sorge tragen, dass bedarfsgerechte Angebote an Bauflächen entwickelt werden. Die Bauauflagen sind so festzulegen, dass die Bedürfnisse der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen (Senioren, Familien mit Kindern, einkommensschwache Mitbürgerinnen und Mitbürger, Migrantinnen und Migranten) jeweils berücksichtigt werden. Hierbei wollen wir eine Konzentration von Bevölkerungsgruppen verhindern und ein Zusammenleben im Sinne eines interkulturellen Miteinanders fördern. Wir wollen darauf achten, dass neuer Wohnraum weiterhin auch mehrgenerationengerecht, barrierefrei und vor allem bezahlbar entsteht. Dafür wollen wir auch Wohnungsbauträger in die soziale Verantwortung mit einbinden. Zu beachten sind bei allen Planungen die Auswirkungen auf die örtliche Infrastruktur (Kindertageseinrichtungen, Schulen). Daneben werden wir auch weitere Gebiete für Einfamilienhäuser ausweisen. Auf diese Weise sollen für alle Bevölkerungsschichten moderne Wohnungen bereitstehen. Vorrang hat hierbei die Schließung von Baulücken und wo möglich die Umnutzung von Gewerbebrachflächen (z.B. ehemalige Zuckerfabrik Weetzen). Bauen auf der grünen Wiese kommt allenfalls kleinräumig im Ausnahmefall in Betracht, wenn dafür ein örtlicher Bedarf erkennbar ist und dies im integrierten Stadtentwicklungskonzept beschlossen wurde. Um Leerstände von sowohl Wohn- als auch Gewerbeimmobilien im Stadtgebiet zu vermeiden, können wir uns als Ansprechpartner für betroffene Immobilienbesitzer die Einrichtung eines unterstützenden städtischen Leerstandsmanagements (angesiedelt z.B. bei der bestehenden Wirtschaftsförderung) vorstellen. Wir werden die bereits begonnene Sanierung der Gemeindestraßen sowie der Geh- und Radwege in allen Stadtteilen fortführen. Nicht alles ist sofort und zuerst möglich; deshalb ist im Einzelfall auch die Geduld der Bürgerinnen und Bürger erforderlich. Grundsanierungen wollen wir im Einzelfall in Erwägung ziehen. Auch die städtischen Gebäude werden weiter schrittweise saniert und energiesparend modernisiert, um auf Dauer die Nutzungs- und Energiekosten zu senken und Den Einwohnerinnen und Einwohnern die benötigten und nachgefragten Kommunaleinrichtungen sachgerecht bereitzustellen.
Arbeitsplätze vor Ort schaffen und erhalten
Die Sozialdemokraten werden ausreichend Gewerbeflächen vorhalten, damit Betriebe sich erweitern oder neu angesiedelt werden können. Damit sollen Arbeitsplätze gesichert und geschaffen werden – auch für Geflüchtete. Sie sollen nach einer Erstqualifizierung wohnortnah beschäftigt werden können, da Integration vorrangig über die Möglichkeit arbeiten zu können entsteht. Die Ansiedlung von Dienstleistungen, Einzelhandel und Gastronomie in den einzelnen Stadtteilen ist zu fördern. Die Infrastruktur im Stadtgebiet muss erhalten und modernisiert werden. Dazu zählt auch die Verbesserung der Internetverbindungen in den Stadtbereichen, die derzeit noch nicht an leistungsfähige Netze angeschlossen sind. Wir werden uns dafür einsetzen, dass auch die noch fehlenden Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Im städtischen Einflussbereich darf es weder „prekäre Arbeitsverhältnisse“ noch Leiharbeit geben! Bei der Ansiedelung neuer Gewerbe soll die Stadt darauf einwirken, dass dort auf Leiharbeit und prekäre Arbeitsverhältnisse verzichtet wird. Dabei wird auch darauf geachtet, dass im städtischen Einflussbereich nur tarifgebundene Arbeitsverhältnisse entstehen.
Digitalisierung ausbauen
Das Dienstleistungsangebot der Stadt soll immer weiter optimiert werden, vor allem soll das digitale Angebot für Gewerbetreibende, aber auch für die Bürgerinnen und Bürger weiter ausgebaut werden Die Digitalisierung von Dienstleistungen soll - soweit rechtlich und technisch möglich- zeitnah umgesetzt werden.
Klima- und Umweltpolitik - mehr als nur Umweltschutz
Die Stadt hat über Jahre den Einsatz regenerativer Energie (Solarwärme, Photovoltaik) vorangebracht. Dies erfolgte und erfolgt auch in Zukunft maßgeblich über die städtische Energie - und Wasserversorgung Ronnenberg GmbH. Wir werden dieses erfolgreiche öffentliche Unternehmen weiter in städtischer Trägerschaft führen und den eingeschlagenen Weg des Einsatzes regenerativer Energieträger fortsetzen. Privatisierungs- oder Verkaufserwägungen erteilen wir eine klare Absage. Die Straßenbeleuchtung haben wir zur Kosten- und Energiesenkung auf energiesparende LED-Leuchten umgestellt. Die Beleuchtung im gesamten Stadtgebiet wollen wir fortlaufend daraufhin überprüfen, an welchen Punkten sie notwendig und evtl. zu verbessern ist (z.B. bei Unebenheiten, in „dunklen Ecken“), aber auch, wo sie vielleicht verzichtbar ist (Vermeidung von Lichtverschmutzung). Zum Schutz der Insekten sind bereits verbesserte Leuchten im Einsatz, die ihr Licht nur nach unten gerichtet abstrahlen. Die Sanierung des städtischen Abwasserkanalnetzes wird in einem Mehrjahresprogramm mit beachtlichem Kostenaufwand fortgesetzt. Die Gestaltung und Bepflanzung von Flächen im Außenbereich bzw. an Wegerändern in der Feldmark, beispielsweise durch naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen, werden wir fortführen. Wir bekennen uns zum Klimaschutzprogramm der Stadt Ronnenberg und begrüßen dessen Fortführung. Die E-Mobilität wollen wir durch den weiteren Ausbau von Ladestationen für PKWs und Fahrräder im Stadtgebiet voranbringen. Wir begrüßen und unterstützen weiterhin, dass die Stadt und städtische Betriebe auf Elektrofahrzeuge setzen, wenn nicht die konkreten technischen Anforderungen einen elektrischen Antrieb ausschließen.
Bekenntnis zur Windenergie
Wir unterstützen den Ausbau erneuerbarer Energien in unserer Stadt, denn wir sind fest davon überzeugt, dass eine nachhaltige Windkraft das Fundament für eine sichere und lebenswerte Zukunft bildet. Ein erfolgreicher Wandel gelingt jedoch nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Deshalb begrüßen wir die im Regionalen Raumordnungsprogramm vorgesehenen Windenergieanlagen unter der Voraussetzung, dass die berechtigten Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner, der Natur- und Artenschutz sowie die Lebensqualität in den betroffenen Stadtteilen stets im Mittelpunkt der Planungen stehen.
Geflüchteten ein zu Hause geben
Eine gemeinsame Herausforderung bleibt die angemessene und menschenwürdige Hilfe für Geflüchtete und bei uns schutzsuchenden Menschen. Dieser Herausforderung stellen wir uns und sichern unsere Unterstützung zu. Wir danken hierbei den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in diesem Bereich und werden diese Hilfe so weit wie möglich unterstützen.
Sorgfältig mit Steuergeldern umgehen Die unerlässliche Konsolidierung der städtischen Finanzen wollen wir voranbringen, ohne dabei die Substanz der guten Dienstleistungen und Angebote in unserer Stadt in Frage zu stellen. „Sparen“ ist kein Selbstzweck, erst recht nicht, wenn dabei Kernstücke kommunaler Selbstverwaltung wie Freizeit-, Sport- und Kulturangebote geopfert werden müssten. Freiwillige Leistungen (wie z.B. Büchereien) werden wir erhalten. Bei städtischer Auftragsvergabe werden wir darauf achten, dass Auftragnehmer tarifgebunden sind. Wir werden die Politiker aller Fraktionen in Bund und Land beständig auffordern und daran erinnern, dass Eingriffe in die kommunale Finanzausstattung unterbleiben müssen und zusätzliche Aufgaben durch Bundes- oder Landesrecht nur bei Bereitstellung der für die Kommunen erforderlichen Finanzmittel beschlossen werden dürfen. Außerdem werden wir uns dafür einsetzen, dass Entscheidungen von Bund und Land keine negativen Auswirkungen auf das kommunale Steueraufkommen haben. Wirklich entlastet wird unsere Stadt jedoch nur, wenn Bund und Land die Altschulden der Kommunen übernehmen. Dies werden wir mit Nachdruck verfolgen. Wenn diese Rahmenbedingungen stimmen, werden auch wir als Kommunalpolitiker in dieser Stadt erfolgreich daran arbeiten können, die Finanzlage unserer Stadt zu verbessern. Dabei betonen wir, dass die aufgenommenen Schulden in Zukunftsinvestitionen fließen und geflossen sind, in Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kanalnetze, Straßen und Energiesparmaßnahmen; kritikwürdig ist das nicht. Um dennoch auf Dauer handlungsfähig zu bleiben, ist eine schrittweise Haushaltskonsolidierung notwendig, mit Augenmaß und ohne „Sparpopulismus“. Hierbei ist insbesondere die Steigerung der Einnahmen in den Fokus zu nehmen.
Ronnenberg ist lebens- und wohnenswert
Mit der Sanierung und dem damit verbundenen Erhalt des Freibades in Empelde haben wir uns nicht nur für eine wohnortnahe Sportgelegenheit und ein sinnvolles Freizeitangebot ausgesprochen, sondern auch einen grünen Anziehungspunkt zur Erholung in Empelde gesichert und aufgewertet. Maßnahmen für ein lebens- und liebenswertes Stadtbild, wie für die Kernstadt mit der Ortskernsanierung und für Empelde im Rahmen des Projekts „Empelde-Mitte“ bereits unter breiter Beteiligung der Einwohnerschaft begonnen, müssen folgen. Hier werden wir die begonnenen Prozesse eng begleiten und uns dabei offen für neue Ideen und Ansätze zeigen. Dazu gehört für uns auch, in den einzelnen Ortsteilen stadtbildprägende Immobilien möglichst zu erhalten und hier ein Engagement der Stadt zu ermöglichen (z.B. durch ein Vorkaufsrecht). Dafür soll in den kommenden Jahren ein Konzept erstellt werden.
Sieben Stadteile ergeben eine Stadt – Gemeinsam für ein starkes Ronnenberg
Neben grundsätzlichen politischen Zielen gibt es eine Reihe von Einzelmaßnahmen, die die Sozialdemokraten in den einzelnen Stadtteilen anstreben.
Benthe:
- Der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses und
- Die Ertüchtigung von Krippe, KiTa und Schule sind uns wichtig
- Nachbarschaftsprojekt einrichten: Mitfahrbänke im Ort für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die den Weg zur Bushaltestelle nicht allein bewältigen können
Empelde:
- Erarbeitung eines Konzepts zur künftigen Verhinderung der Vermüllung in Empelde
- Einrichtung einer ausreichenden Anzahl von Fahrradständern und Rollerabstellplätzen am S-Bahnhof Empelde mit entsprechenden Hinweisschildern
- Konsequente Durchsetzung der mit den Betreibern getroffenen Vereinbarungen zum Abstellen von Mietrollern zur künftigen Vermeidung wild abgestellter Fahrzeuge
- Weiterentwicklung und Unterstützung des eingeführten Ordnungsdienstes
- Anschluss an den Radschnellweg Hannover-Centrum – Badenstedt und Erweiterung über Empelde und Ronnenberg Richtung Gehrden nach der bereits erarbeiteten konkreten Planung
- Stärkung der städtischen Sozialarbeit: insbesondere Sozialberatungszentrum, Schulsozialarbeiter und Jugendpflege
- Lösung der Betreuungsprobleme in den Kitas
- Erhaltung des Freibads Empelde
- Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger an der Erstellung von Ganztagsschulkonzepten
- Verwirklichung frühzeitiger Bürgerbeteiligung für eine bezahlbare Wohnbebauung in Empelde
- Erstellung eines Seniorenwohnkonzepts unter Beteiligung des Seniorenbeirats
- Erhalt der Sozialbindung nach Auslauf der Mietvertragsbindungen der Wohnungen am Seegrasweg
- Einführung einer Stellplatz-Verordnung
- Förderung des Mittelstandes
- Förderung der Vereinsarbeit und der sozialen und kulturellen Institutionen
Ihme-Roloven:
- Wir stehen für die moderne Sanierung und Weiterentwicklung unseres Dorfgemeinschaftshauses.
- Wir setzen uns für die verbindliche Planung und zügige Umsetzung des Radwegs nach Hiddestorf ein.
- Wir gestalten die digitale Zukunft vor Ort durch die Einrichtung eines öffentlichen WLAN-Hotspots.
- Wir machen uns stark für mehr Lebensqualität durch gezielte Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung.
- Wir setzen uns für eine vorausschauende Bauplanung ein, die die vorhandene Infrastruktur von Anfang an berücksichtigt.
- Wir treten ein für einen starken Nahverkehr und eine spürbare Verbesserung der ÖPNV-Anbindung und die Einbindung des Sprinti.
Linderte und Vörie:
- Wir stehen für eine sinnvolle und gemeinschaftsfördernde Nachnutzung des aktuellen Gerätehauses z.B. als Treffpunkt.
- Wir unterstützen jegliche Ideen zum Ausbau der Radwege in und um Linderte. Der Anfang dafür soll die Installation einer Rad-Service-Station machen.
- Wir arbeiten an einer Neugestaltung der Dorfmitte durch Erneuerung der Infotafel mit Schaukästen und Umgebungsplan, sowie Platzierung einer Sitzbank im Schatten mit Wlan-Hotspot.
- Wir machen uns stark für die Wiederaufbereitung der Zuwegung zur Wolfsbergquelle, sowie ihre Gestaltung mit einem Wasserdamm für Mensch und Tier.
- Wir treten ein für eine starke Dorfgemeinschaft und sehen uns als Bindeglied zwischen den Vereinen und allen Bürgerinnen und Bürgern Lindertes.
Ronnenberg:
- Grundsätzlich keine Ablagerung von Bauschutt und Aushub auf der Kalihalde. Bei Umsetzung der Ummantelung: Beschränkung auf das technisch unbedingt notwendige Maß (Minimalvariante) mit maximalem Schutz vor Beeinträchtigungen und Belastungen!
- Wirtschaftliche Stadtteilentwicklung - Dienstleistung, Einzelhandel und Gastronomie im Ortskern sichern und stärken
- Städtebauliche Aufwertung und Gestaltung des Ortskerns im Rahmen der Ortskernsanierung mit breiter Einwohnerbeteiligung begleiten
- Nachnutzung der frei werdenden Räume der Grundschule Ronnenberg und der Straßenmeisterei auch durch örtliche Vereine bzw. für gemeinnützige Zwecke ermöglichen
- Weitere Verbesserungen für den Radverkehr schaffen
- Gehwege – wo möglich sollen sie barriereärmer hergestellt werden
- Verbesserter ÖPNV – Anbindung für den Bahnhof schaffen (Buslinie 510)
- Wohnen – seniorengerechten Wohnraum im Ortskern schaffen
Weetzen:
- Konzeptentwicklung zur Nachnutzung der Räumlichkeiten des Dorfgemeinschaftshauses (DGH)
- Schaffung von generationenübergreifenden Freizeitmöglichkeiten im DGH
- Erhalt und Optimierung des Spielplatzangebotes
- Einsatz für altersgerechte Wohnformen
- Realisierung eines Neubaugebietes
- Entwicklung eines Dorfmittelpunktes
- Aufwertung des Rundwanderweges
- Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung
- Aufwertung der Hauptstraße Sanierung von Fußwegen
Ronnenberg gewinnt mit der SPD Das Wahlprogramm der SPD Stadt Ronnenberg ist ausgerichtet auf die Menschen vor Ort. Wir setzen uns ein für eine friedliche und soziale Stadt, in der alle Menschen harmonisch und tolerant zusammenleben. Mit der SPD als stärkster Kraft im Rat werden auch in Zukunft das Miteinander, soziale Gerechtigkeit und Menschlichkeit im Vordergrund stehen.